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Besucher zählen ohne Google Analytics
Wie viele Menschen lesen diese Seite? Die Frage ist berechtigt — die übliche Antwort verkauft dafür die Besucher. Es geht auch anders: zählen in Summen, auf dem eigenen Server.
Was an der üblichen Antwort falsch ist
Wer wissen will, ob seine Website gelesen wird, bindet meist ein fertiges Analysewerkzeug ein und beantwortet damit nebenbei Fragen, die niemand gestellt hat: welcher Besucher wiederkommt, welche Wege er nimmt, welche Interessen sich daraus ableiten lassen. Der Betreiber wollte eine Zahl — geliefert wird ein Überwachungsapparat, samt Einwilligungsbanner, Auftragsverarbeitung und Datenübermittlung an einen Werbekonzern.
Dabei ist die ursprüngliche Frage bescheiden. Wie oft wurde eine Seite aufgerufen? Woher kamen die Besuche? Bleibt jemand, oder geht er sofort? Für keine dieser Fragen muss man wissen, wer jemand ist.
Zählen in Summen statt in Profilen
Unsere Zählung speichert je Tag eine Handvoll Summen: Aufrufe je Adresse, begonnene Besuche, die Domain der verweisenden Seite — nie die vollständige Adresse, denn wonach jemand gesucht hat, geht uns nichts an —, Gerätegattung, Sprache, Stunde. Dazu Verweildauer und Lesetiefe in groben Stufen: ,zwischen 30 und 60 Sekunden' ist eine Summe, eine Sekundenzahl je Besuch wäre ein Einzelmerkmal. Der Unterschied ist der ganze Punkt.
Keine IP-Adresse wird gespeichert, keine Kennung vergeben, die einen Besucher über Sitzungen hinweg wiedererkennt. Aus einer Tagesdatei lässt sich keine Person rekonstruieren — dort stehen nur Zahlen. Und wer den Browserhinweis ,Do Not Track' sendet, wird gar nicht erst gezählt.
Der Server gehört dazu
Der zweite Unterschied liegt nicht im Was, sondern im Wo: Die Zahlen entstehen auf dem eigenen Server und bleiben dort. Es gibt keinen Dienstleister, der mitliest, keinen Vertrag über Auftragsverarbeitung, keine Übermittlung in ein Drittland. Der Zähler ist ein einzelner Endpunkt in PHP, der Speicher ein Verzeichnis außerhalb des Web-Wurzelverzeichnisses, die Auswertung eine Seite, die nur mit Zugangswort antwortet.
Das ist weniger bequem als ein Einbettungsschnipsel. Es ist auch weniger mächtig — mit Absicht. Werkzeuge, die mehr können, als ihr Zweck verlangt, werden früher oder später für mehr benutzt, als ihr Zweck verlangt.
Reicht das denn?
Für den Betrieb einer Inhaltsseite: ja. Man sieht, was gelesen wird und was nicht, woher Besuche kommen, ob eine Veröffentlichung Wirkung hatte, ob die Seite auf Mobilgeräten funktioniert. Was man nicht sieht: einzelne Menschen. Das ist kein Verlust. Eine Website ist kein Verhör — es genügt zu wissen, dass gelesen wird, um besser zu schreiben.
Eine Website ist kein Verhör — es genügt zu wissen, dass gelesen wird, um besser zu schreiben.
Danach
So arbeiten wir — und das kommt dabei heraus.
Was in diesem Text beschrieben ist, steckt in jedem Produkt unter diesem Dach. Ansehen lohnt mehr als weiterlesen.
Genau das steckt in:
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