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Simple Present: Wann man es benutzt und wo das -s hingehört
Die Grundform der englischen Gegenwart hat genau eine Stolperstelle: die dritte Person Einzahl. Wann das Simple Present steht, wie Frage und Verneinung gebaut werden — und warum das -s so unlogisch wirkt.
Wofür das Simple Present steht
Das Simple Present ist die Grundform der Gegenwart. Es steht für Dinge, die allgemein gelten, sich wiederholen oder einfach so sind: Gewohnheiten, Fahrpläne, Eigenschaften, Naturgesetze. „The shop opens at eight in the morning.“ — der Laden öffnet jeden Tag um acht, nicht gerade jetzt.
Was immer gilt oder regelmäßig geschieht: Simple Present.
Was gerade in diesem Moment geschieht, steht dagegen im Present Progressive: „The shop is opening.“ Der Unterschied liegt nicht in der Zeit, sondern in der Sichtweise — regelmäßig oder gerade im Gang.
Ein Satz, ein -s
Der ganze Aufwand steckt in einer einzigen Person. In der dritten Person Einzahl — he, she, it — bekommt das Verb ein -s: „My sister lives in Hamburg.“ Überall sonst steht die Grundform: I work, you work, we work, they work.
Ein Satz, ein -s: entweder am Verb oder an does.
Endet das Verb auf -s, -sh, -ch, -x oder -o, wird -es angehängt: „He watches the news every evening.“ Endet es auf Mitlaut plus -y, wird das y zu -ies: „She studies medicine.“
Frage und Verneinung mit do
Verneinung und Frage werden nicht am Verb gebildet, sondern mit do beziehungsweise does. Das Hauptverb bleibt dann in der Grundform und gibt das -s an does ab: „She does not work.“ — „Does he know the answer?“ Ein Satz wie „He dont like fish.“ ist deshalb doppelt falsch: Statt does steht do, und der Apostroph fehlt. Richtig ist „He doesn't like fish.“
Steht does im Satz, verliert das Verb sein -s.
Zwei Ausnahmen gibt es: to be und to have got bilden Frage und Verneinung ohne do. „Is she at home?“ — „She has not got a car.“
Warum gerade die dritte Person
Das Englische hatte einmal Endungen in jeder Person, so wie das Deutsche sie noch hat: ich gehe, du gehst, er geht. Über die Jahrhunderte sind sie eine nach der anderen verschwunden. Das -s in der dritten Person Einzahl ist der einzige Rest, der im Präsens übrig geblieben ist.
Das -s ist kein Anfang, sondern der letzte Rest alter Endungen.
Das erklärt, warum es sich so unlogisch anfühlt: Es ist nicht der Anfang eines Systems, sondern das Ende eines abgetragenen. EveryLingua erklärt die ganze englische Grammatik auf diese Weise, auf Deutsch und Stufe für Stufe, und hat zu jedem Thema Übungen, die direkt im Browser geprüft werden.
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