Magazin · · 2 Min. Lesezeit
Statisch gebaut: Websites aus einem Generator
Keine Datenbank, kein Framework, kein Baukasten: Unsere Websites entstehen aus Datendateien und einem Generator. Was altmodisch klingt, ist eine Entscheidung für zwanzig Jahre.
Inhalt und Form gehören getrennt
Jede unserer Websites besteht aus zwei Teilen: Datendateien, in denen jeder Satz der Seite steht, und einem Generator, der daraus fertige HTML-Seiten baut. Wer einen Text ändern will, ändert eine Datei mit Inhalten — kein HTML, keine Vorlage, kein Baukasten. Wer die Gestaltung ändert, fasst umgekehrt nie einen Inhalt an.
Diese Trennung klingt akademisch, entscheidet aber über Jahre: Inhalte überleben jede Neugestaltung, weil sie nie mit ihr verwoben waren. Und ein neues Produkt beginnt nicht bei null, sondern erbt den Generator — samt allem, was er gelernt hat.
Was der Besucher davon hat
Ausgeliefert wird eine fertige Datei. Kein Server setzt beim Aufruf eine Seite zusammen, keine Datenbank wird befragt, kein Framework startet im Browser. Eine Seite dieses Hauses wiegt um die dreißig Kilobyte und braucht drei Dateien — viele moderne Seiten laden das Hundertfache, bevor der erste Satz lesbar ist.
Fertige Dateien haben eine zweite Eigenschaft, die man erst schätzt, wenn etwas schiefgeht: Sie können fast nicht kaputtgehen.
Fertige Dateien haben eine zweite Eigenschaft, die man erst schätzt, wenn etwas schiefgeht: Sie können fast nicht kaputtgehen. Es gibt keine Datenbank, die vollläuft, keine Abhängigkeit, die über Nacht eine Sicherheitslücke bekommt, kein Modul, das nach einem Update den Dienst verweigert. Was gestern funktionierte, funktioniert morgen.
Der Generator prüft, bevor er baut
Der eigentliche Gewinn liegt im Bauvorgang selbst: Er ist der Ort, an dem geprüft wird. Fehlt ein Pflichtfeld, ist ein Verweis tot, fehlt eine Übersetzung, weicht eine Farbangabe vom Format ab — der Bau bricht ab und benennt den Fehler, bevor irgendetwas ausgeliefert wird. Eine zweite Prüfung entscheidet danach, ob der Stand überhaupt veröffentlicht werden darf.
Bei einem Baukasten prüft all das niemand. Dort merkt man den toten Verweis, wenn ein Besucher ihn findet.
Wo die Grenze liegt
Statisch heißt nicht starr: Rechner, Filter und Suche laufen als JavaScript im Browser des Besuchers — dort, wo die Eingaben ohnehin sind und bleiben sollen. Die Grenze verläuft bei echten Konten, Zahlungen, gemeinsam bearbeiteten Daten; dafür wäre ein Server mit Anwendung das richtige Werkzeug. Für alles davor gilt: Die langweiligste Technik, die die Aufgabe löst, ist die beste — sie ist am schnellsten, am billigsten zu betreiben und in zehn Jahren noch lesbar.
Danach
So arbeiten wir — und das kommt dabei heraus.
Was in diesem Text beschrieben ist, steckt in jedem Produkt unter diesem Dach. Ansehen lohnt mehr als weiterlesen.
Genau das steckt in:
Weitere Artikel
Einbürgerungstest: Wie viele Fragen, wie viele richtig?
33 Fragen, 60 Minuten, bestanden ab 17 richtigen Antworten. Was hinter diesen drei Zahlen steckt, woher die Fragen kommen — und warum sich der Test vollständig vorher lernen lässt.
Artikel lesenSportbootführerschein See: Fragen, Fehler, Ablauf
30 von 285 Fragen, 60 Minuten, zwei getrennt gewertete Teile. Warum die Verteilung der Fehler wichtiger ist als ihre Zahl — und was zur Theorieprüfung noch dazukommt.
Artikel lesenSimple Present: Wann man es benutzt und wo das -s hingehört
Die Grundform der englischen Gegenwart hat genau eine Stolperstelle: die dritte Person Einzahl. Wann das Simple Present steht, wie Frage und Verneinung gebaut werden — und warum das -s so unlogisch wirkt.
Artikel lesen
